Strobo von Airen

23 September 2017 | Kommentieren
Im Stroboskop sind wir doch alle irgendwie im Rausch der Musik und Drogen gefangen, oder nicht? Zumindest ist das Airen und zieht eine Line quer durch die Berliner Technoszene. Darüber hat er lange gebloggt und "Strobo" packt seine Texte in ein Buch. Ich bin spät dran mit dem Roman und zufällig darüber gestolpert.
Es ist eine Chronik eines Berliner Technolebens, das von Fallen und Desorientierung und der Suche nach Halt einen kompletten Drogencocktail mischt. Da ist es irgendwie egal, ob es MDMA, Ketamin, Speed oder sonst irgendetwas ist. Und trotzdem ist es kein klassischer Drogenroman, der davon schreibt wie sich die Spirale einfach unten dreht bis er am Boden liegt. Im Gegenteil. Stattdessen ist "Strobo" ein authentisches Abbild der Berliner Technoszene.

Ein neuer Blog

07 Mai 2017 | Kommentieren

Nun ist es soweit, lange habe ich hinter verschlossenen Türen an einem neuen Projekt gearbeitet. Mit skyvsthehunger.de wird es bei Skys Buchrezensionen noch etwas ruhiger werden. Der neue Fokus liegt bei mir klar auf dem Foodblog. Woran das liegt?
Ich bin schon sehr lange Buchblogger, es sind jetzt schon sechs Jahre um es genau zu sein und mir wurde Blog immer wieder zu eng. Die Foodthemen passten nie so richtig in das Bild und so wurde ich stetig unzufriedener. Es blieb nur noch ein logischer Schluss, dass ich mir einen zweiten Blog zulege, doch das bedeutet im Umkehrschluss erstmal, dass Skys Buchrezensionen ein wenig vernachlässigt wird. Wie es mit neuen Kindern ist, liegt der Fokus meist auf dem Neugeborenen. Natürlich werde ich mich weiterhin auch um diesen Blog kümmern, doch wer mich gerne begleiten möchte, kann mich gerne dort besuchen kommen. Ich würde mich sehr freuen!

Lesepause oder: Mein Gedächtnis ist kaputt

23 April 2017 | 10 Kommentare
Dann wollen wir doch mal. Wo haben wir aufgehört? Auf Seite zweihunderundsechsundsiebzig. Ganz schon lange her, oder? Hab ich es vor vier oder schon vor fünf Monaten zur Seite gelegt? Ich glaub, es war Dezember... Ja genau, da hab ich es nämlich noch vor der Vorlesung gelesen, bevor der komische Student kam, der mir über seine Lebensgeschichte erzählt hat. Die Kurzfassung: Er geht voll fancy mit seinen Kumpels nach Kitzbühl feiern. Erstick aber nicht am Korken vom Champagner. Wie auch immer. Ich weiß schon gar nicht mehr, warum ich es weggelegt habe. Wahrscheinlich fehlende Zeit oder Verzweiflung oder vielleicht war es auch Netflix. Es war bestimmt mal wieder Netflix. Wer lernt denn schon? Wer macht schon was für die Uni? Niemand... absolut niemand. Ja, Papierhaufen, ich hör dich ja schon!
Wo waren? Achja, bei dem Buch. Ich fand es ja isher doch eigentlich ganz gut. Manchmal sind wir Buchmenschen doch etwas seltsam emotionsgesteuert, was unsere Literatur betrifft. Vielleicht hat es einfach nicht gepasst oder ich hatte da gerade keinen Bock drauf. Was weiß ich!
Naja, nun habe ich die Seiten wieder aufgeschlagen und siehe da... ich weiß nichts mehr so richtig. Wart mal, wer ist der Typ? Hä? War der schon mit der zusammen? Echt jetzt? Hab ich das vergessen? Achja, klar... Da war ja was. Hat sich ja angebahnt. Ach und das war gleich nochmal... das... Keine Ahnung. Wovon reden die da?! Steht da vorne noch was drinnen? DIE HATTEN SEX?! WANN?! Ich finde zumindest die Stelle nicht mehr. OH MEIN GOTT! So ergibt sich der ein oder ungewollte Plot Twist ganz von alleine. Danke, liebes Gedächtnis.

Highly Illogical Behaviour von John Corey Whaley

19 April 2017 | 1 Kommentar

Romane mit psychischen Erkrankungen sind schwierig. Nicht nur ist es für Autoren oft eine Herausforderung sie zu schreiben und für den Leser verstehbar zu machen, sondern auch eine realistische Repräsentation wie gefühlvoller Umgang werden schmerzlich vermisst. Da dient die Erkrankung als dramaturgisches Mittel zum Zweck und verkommt zur Überzeichnung, die es Erkrankten nur schwerer macht. So hat sich John Corey Whaley der Psyche gewidmet, um genauer zu sein, die Agoraphobie, die Platzangst, bei der Menschen es nicht mehr schaffen an bestimmte Orte zu gehen oder Menschengedränge nicht aushalten. Im Schlimmsten Fall steigert sie sich so sehr, dass Betroffene nicht mal mehr das Haus verlassen.

Rezension: AchtNacht von Sebastian Fitzek

24 März 2017 | 6 Kommentare

Ich gehöre ja zu diesen Menschen, die, wenn ein neuer Fitzek angekündigt wird, erstmal einen Freudentanz aufführen und dann nur noch sehnsüchtig darauf warten, dass der Roman erscheint. Da konnte ich auch nicht an "AchtNacht" vorbei und musste kurz nach seinem Erscheinen in der örtlichen Buchhandlung vom Stapel geholt werden. Auch wenn diesmal (man will ja nicht als Psychopath gelten) zur Tarnung ein paar Kinderbücher auf der Ladentheke Platz fanden.