Rezension: Tiere von Simon Beckett

28 April 2011 |

Zum Buch

Originaltitel: Animals
Verlag: rororo
Format: Taschenbuch
Seiten: 288
ISBN 978-3-499-24915-0
Preis: 9,99 €

Im Keller, da ist...

Als dieser Beckett erschien, war ich darüber erfreut. Bisher hatte ich jedes Buch von ihm gemocht. Obwohl dabei seine David-Hunter-Reihe um einiges besser ist als die „weiße Reihe“ zu denen die Bücher „Obsession“, „Flammenbrut“ wie „Voyeur“ gehören. Doch trotzdem finde ich diese früheren Werke von ihm lesenswert.
Im Fokus der Geschichte steht Nigel, der ein sehr introvertierter, aber freundlicher junger Mann ist. Sein Leben in einem Pub, das seinen Eltern gehörte, ist routiniert und unspektakulär. Er arbeitet als Kopierer beim Arbeitsamt und hat eine Leidenschaft fürs TV und Comics. Wobei die Filme meist Zeichentrickfilme für Kinder, wie „Bambi“, sind. Hinter diesem Menschen verbirgt sich aber eine dunkle Seite. Er hält Tiere in seinem Keller, die aber keineswegs animalische Züge haben. Es sind Menschen wie Prostituierte oder Süchtige, die als menschlicher Abschaum zu betrachten sind.

Der Ich-Erzähler Nigel enthüllt dabei immer wieder seinen Charakter, der sich auch in Rückblenden zeigt. In diesem erfährt man mehr über das Leben im Pub und wie er von seiner Mutter erzogen wurde. Die Kehrtwende kommt erst als Cheryl und Karen mit einem Freund Nigel im Pub besuchen. Werden sie den Tieren dort begegnen?
Das Cover des Buches ist ansprechend. Es ist schlicht, aber trotzdem hebt es sich hervor. Der Schreibstil ist gut, wie man es von Beckett gewohnt ist, obwohl er natürlich nicht so ausgefeilt daherkommt wie in der David-Hunter-Reihe. Das ist natürlich nicht verwunderlich, da dieses Buch 1995 erstmals in Originalsprache erschienen ist. Die Geschichte an sich ist interessant, obwohl man an manchen Stellen zu viel „Nigel“ findet, da sein Innenleben sehr detailliert gestaltet wurde. Doch es fehlte die Spannung, die ich sonst immer in seinen Büchern finde. Außerdem empfinde ich das Ende doch zu rasch abgehandelt.

Fazit

An sich hätte das Buch potenziell ein guter Thriller zu sein, aber es wird verschenkt. Als Simon-Beckett-Fan sollte man es natürlich sich nicht entgehen lassen, aber wär seinen ersten Beckett lesen will, sollte entweder zur David-Hunter-Reihe greifen oder eins der anderen Bücher aus der weißen Reihe. Bisher ist es meiner Meinung nach das schlechteste Buch von Simon Beckett.

★★★☆☆

1 Kommentar:

  1. Hallo mein Lieber!

    Ich sehe, du hast dir nun ebenfalls einen Blog kreirt! Und ich bin deine erste regelmäßige Leserin! Freue mich sehr drüber und auch künftig, deine Rezis zu lesen!

    Liebe Grüße und einen dicken Schmatzer,
    Nazurka. :) <3

    AntwortenLöschen