Rezension: Das Böse in uns von Cody McFadyen

01 Mai 2011 |

Zum Buch

Originaltitel: The Darker Side
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Seiten: 448
ISBN 978-3-404-16421-9
Preis: 9,99 €

Smoky-Barrett-Reihe

1. Die Blutlinie
2. Der Todeskünstler
3. Das Böse in uns
4. Ausgelöscht

Sünden lauern überall...

Smoky Barrett, eine FBI-Agentin wird zu einem Fall gebeten, der eigentlich nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fehlt. Doch als sie Director Rathbun selbst begegnet, erfährt sie die Wahrheit über ihren Aufenthalt. Lisa Reid wurde in einem Flugzeug tot aufgefunden. Sie wurde ermordet während des Fluges und keiner hatte es mitbekommen. Die einzige Spur, die sie entdeckt haben, ist ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Leichnam. Smoky Barrett wird zu diesem Fall herangezogen auf Bitte von Rosario, die die Frau des Kongressabgeordneten Dillon Reid, der der künftige Präsident der vereinigten Staaten werden könnte. Der Fall muss möglichst unter Verschluss gehalten werden, denn Lisa Reid ist eine Transsexuelle und ist offiziell von ihren Eltern enterbt worden, obwohl sie trotzdem weiterhin ihre Tochter lieben und auch den Kontakt zu ihr pflegen.
Als ein weiterer Mord geschieht, wieder ein Kreuz gefunden wird, nur diesmal mit der Zahl 142, wird allen klar, dass sie einen Serienmörder auf der Spur sind. Doch während sie noch am zweiten Mord ermitteln, werden Internetvideos gefunden, auf denen sich die ganze Bandbreite seines Grauens zeigt. Er lässt sich von den Medien „Prediger“ nennen und spielt den Vollstrecker Gottes, der eine Botschaft zu vermitteln hat. Der Prediger lässt seine Opfer ihre größten Sünden schildern, um sie dann umzubringen, doch er weiß ihre Missetaten schon im Voraus und zwingt sie dazu, diese noch einmal für die Kamera zu sagen, um sie darauf umzubringen. Es werden weitere Morde angekündigt und auch Smoky hat ihre eigenen Sünden, die keiner weiß.

Der Thriller ist gegenüber seinen beiden Vorgänger „Die Blutlinie“ und „Der Todeskünstler“ anders. Man findet hier nicht die Brutalitäten wie in den ersten beiden Büchern um Smoky Barrett, was der Spannung aber nicht schadet. In diesem Buch wird sehr stark auf Smoky selbst eingegangen, wie sie versucht trotz ihrer ganzen Problemen mit dem Leben fertig zu werden und wie sie auch dieser Fall mitnimmt. Der Charakter von Smoky bekommt neue Facetten hinzu und das gefiel mir sehr gut. Und nicht nur sie, sondern ihr ganzen Team macht neue Entwicklungen durch. Gerade diese Entwicklung ist eine Abhebung der beiden Vorgänger. Die religiöse Komponente die im ganzen Buch hervorkommt ist ziemlich vorurteilsfrei betrachtet, was wiederum einen Pluspunkt da stellt. Insgesamt ist der Verlauf der Geschichte wirklich gut und spannend. Es nimmt einen mit und man verliert sich schnell zwischen den Seiten, so dass man selbst die Gefühle von Smoky nachfühlt. Mich hat ein Buch selten so emotional berührt, doch bei „Das Böse in uns“ habe ich mit Smoky mitgelitten.
Das Ende ist in meinen Augen zwar nicht so spektakulär wie in seinen beiden Vorgängern, doch es bliebt spannend bis zum Schluss.

Fazit

„Das Böse in uns ist“ ist ein waschechter Pageturner, wie es ein Thriller sein sollte. Er macht auf einer Seite wirklich Angst. Denn wer hat nicht irgendwann einmal in seinen Leben eine Sünde begangen? Auf der anderen Seite stimmt er nachdenklich. Seine Charaktere nehmen alle wahrhaftige Gestalt und keine davon gleicht der anderen. Sprachlich macht Cody McFadyen hier eine sehr gute Figur und man sollte sich diesen Thriller nicht entgehen lassen. Er ist spannend, er liefert sogar Denkanstöße und nimmt einen in Abgründe der Seele mit, die man nicht erwartet. Ein wirklich atemberaubender Thriller.
Muss man einfach gelesen haben!

★★★★★

Kommentare:

  1. Schöne Rezi!
    Muss man die Vorgänger gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen?
    Ich denke, ich schenke es sonst meiner Mama. Die mag solche Geschichten ;-)

    lg
    Mila

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  2. Danke, schön wenn sie dir gefällt.

    Man muss die beiden Vorgänger nicht gelesen haben, denn alles wichtige für das Buch (aus den Vorgängern) wird erwähnt, so dass das Wissen nicht notwendig ist ;-)

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