Rezension: Scherbenpark von Alina Bronsky

04 Mai 2011 |

Zum Buch

Format: Taschenbuch
Seiten: 288
ISBN 978-3-462-04150-7
Preis: 8,99 €

Und vor mir nur ein
Scherbenhaufen...

Sascha ist siebzehn Jahre alt, ist Russlanddeutsche und lebt in einem Plattenbau unter anderen Russlanddeutschen. Seit der Ermordung ihrer Mutter durch ihren Stiefvater Vadim hat sie zwei Träume: Sie will ein Buch schreiben über ihrer Mutter und Vadim töten. Seit ihre Mutter tot ist, muss sich Sascha mit ihrer Cousine Maria, um die Kinder kümmern. Sascha ist intelligent und geht eins einzige in ihrem Viertel auf ein Gymnasium. Im Laufe der Geschichte begegnet sie Volker, einen geschiedenen Journalisten, und seinen Sohn Felix, der sich in Sascha verliebt.

Der Roman zeichnet sprachlich Sascha realistisch und facettenreich, trotzdem wirkt sie auf den Leser oft unsympathisch und arrogant. Ihre Gedanken sind zwar nachvollziehbar, aber die Reaktionen die sie zeigt, sind zeitweise aber nicht erschließbar für den Leser. Man kann sich in Sascha dennoch hineinversetzen und bekommt eine gute Vorstellung von ihrer Person. Die Situationen in die sie gerät wirken teilweise konstruiert und abstrus und fügen sich nicht immer in das Gesamtbild des Buches. Spannung geht aufgrund dessen aber nicht verloren, sie bleibt konstant und man will erfahren wie es mit Sascha weitergeht. Der Roman zieht einen in seinen Bann und lässt einen nicht mehr los, führt dabei einen in eine depressive Welt, die von der ständig herrschenden Verzweiflung geprägt ist. Alina Bronsky gewährt uns mit ihren Roman einen Einblick in eine für uns fremde und unbekannte gesellschaftliche Schicht und denkt zum ersten Mal darüber nach, wie es sein muss eine Russlanddeutsche zu sein. Das Ende des Buches ist leider nicht sehr gelungen. Es kommt wie mit einen Vorschlaghammer daher und passt auch nicht zum Rest des Buches. Man merkt, dass die Autorin anscheinend einfach versucht hat einen Abschluss für ihre Geschichte zu finden.

Fazit

An sich weiß die Handlung zu gefallen und spricht den Leser an. Man möchte einfach immer weiterlesen und in Saschas Welt versinken, doch leider ist es Alina Bronsky nicht gelungen es sprachlich passend umzusetzen. Die Autorin wollte an manchen Stellen einfach zu viel.

★★★☆☆

1 Kommentar:

  1. Hiermit verleihe ich dir einen den "The Book Blog's Award", viel Spaß damit! :)

    http://buchrezensionen-nazurka.blogspot.com/2011/05/mein-3-award.html

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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