Rezension: Nocturna. Die Nacht der gestohlenen Schatten von Jenny-Mai Nuyen

22 Juni 2011 |

Zum Buch

Verlag: cbj
Format: Gebunden
Seiten: 544
ISBN 978-3-570-13337-8
Preis: 18,95 €

Bücher mit Blut verfasst

Apolonia ist ein Mädchen, das in der hohen Gesellschaft lebt und sie hat eine Gabe. Sie kann mit Tieren sprechen. Seit ihre Mutter ermordet wurde und ihr Vater seinen Verstand verloren hat, aufgrund eines Brandes in der größten Buchhandlung der Stadt, die er sein Eigen nennen durfte, lebt sie bei ihrer Tante Nevera und ihren Onkel Alois. Als ein Junge names Tigwid in ihr Leben tritt, ändert sich für sie alles. Sie findet sich unter Kriminellen wieder und soll ein Buch der Antworten lesen kann. Sie erfährt von den Blutbüchern, die die Erinnerungen von Menschen in sich tragen, die herausgeschrieben wurden von Dichtern. Einen Opfer begegnen sie, einen Jungen, der sich Vampa nennt. Er kennt weder seine Vergangenheit noch Gefühle und sucht seine Identität und damit sein Blutbuch. Doch es geht um weitaus mehr als nur um Erinnerungsraub...

Der Sprachstil von Jenny-Mai Nuyen entwirft eine fantastische Welt mit Charakteren, die wahrlich ganze Entwicklungen durchleben, die sich der Wahrheit und den Lügen stellen müssen um die Wirklichkeit herauszufiltern und das obwohl ihnen Fragmente ihres Lebens fehlen. Die Figuren sind alle tiefgründig und stehen beim Lesen einem Nahe. Auch wenn mir zu Beginn die Protagonistin unsympathisch war, hatte ich sie im Laufe der Geschichte lieb gewonnen. Die Geschichte an sich ist spannend, man bleibt an ihr haften und sie zieht einen in seinen Bahn und ist dabei sogar stellenweise philosophisch. Die Hauptrolle spielt dabei das Schreiben und dessen Kraft. Man bleibt auch ein Leser lange im Dunkeln, worauf sich die ganze Geschichte hinauslaufen soll. Welche Seite die Böse ist, welche die Gute und das hat mir gefallen. Erst gegen Ende wusste man wahrlich, was eigentlich wirklich die Wahrheit ist.

Fazit

Dieser Roman hat wirklich gute Ideen, eine schlüssige Handlung und Charaktere, die einem ans Herz wachsen, die sich verändern und an ihren Aufgaben wachsen. Die Magie ist logisch und vor allem hebt sie sich auch ab. Schon allein die Idee der Blutbücher hat mich fasziniert.

★★★★☆

Kommentare:

  1. Schöne Rezension! Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, obwohl mir die Protagonistin manchmal etwas auf die Nerven ging. xD

    Liebe Grüße,
    Nazurka

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  2. Zum Thema "Glaszauberin". Da kann ich dir nur Recht geben. Ich hatte von dem Buch noch nie was gehört, als ich es gekauft habe. Zum Glück lag es unter all den Mängelexemplaren auf dem Tisch vergraben. Sonst wär mir da ein wahrer Schatz entgangen.

    Dir auch liebe Grüße

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