Rezension: Sorry von Zoran Drvenkar

18 Juni 2011 |

Zum Buch

Verlag: Ullstein Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seiten: 400
ISBN 978-3-548-28183-4
Preis: 8,95 €

Entschuldigungen

Frauke, Tamara, Kris und sein Bruder Wolf waren schon zu ihrer Schulzeit in einer Clique. Nach ihren Abitur hatten sie alle große Träume und keiner hatte sich davon erfüllt. Sie alle schlagen sich irgendwie durchs Leben bis ihnen eine Idee kommt. Sie könnten eine Agentur gründen, in der sie sich für Unternehmen entschuldigen. Die Idee wird schnell Realität und bekommt den Namen "Sorry" und sie verdienen zum ersten Mal wirklich Geld. Gemeinsam ziehen sie in eine Berliner Villa und richten sie her. Von dort aus leiten sie nun ihre Agentur und leben dort friedlich zusammen. Bis sie ein neuer Auftrag ereilt und sie einer Leiche gegenüber stehen. Sie ist festgenagelt an einer Wand und hat ihre Augen offen. Die vier Freunde sollen sich bei ihr entschuldigen, für das was ihr angetan wurde. Doch ist das die einzige Leiche? Bekommen sie noch mehr Aufträge? Was sollen sie tun?

Der Thriller von Zoran Drvenkar hat mich wirklich in einen tiefen Sog gezogen und mich nicht mehr rausgelassen. Für schwache Nerven ist dieses Buch nicht. Es hat mich sogar in meine Träume begleitet, so nah berührt einen die Geschichte. Denn der Autor bleibt nicht auf Abstand. Dadurch das aus vielen Perspektiven geschildert wird, baut man zu jedem Charakter eine starke Beziehung auf und man bekommt haargenau mit, was sie fühlen. Angst, Trauer, Wut. Man erlebt alles an sich selbst, denn in die Charaktere findet man sich problemlos ein. Der Thriller erzählt eine grausame Geschichte ohne dabei nur einmal wirklich auf Distanz zu gehen. Diese Nähe hat mir beim Lesen zeitweise zu schaffen gemacht, doch es ist auch die große Stärke des Romans. Zudem ist der Thriller wie ein Puzzle, nur Stückchen für Stückchen geben die einzelnen Fragmente ein klares Bild, dass am Ende für Überraschung sorgt. Was am Anfang noch für einen klar erscheint, verschwimmt immer mehr und verdeutlicht sich wieder um verworfen zu werden. Es blieb spannend bis zum Schluss und am Ende, als ich die Buchdeckel zuklappen konnte, war ich einerseits froh, dass es ein Ende gefunden hat, hätte aber noch Stunden weiterlesen können. Auch wenn es zwischendrin Momente gab, in denen ich am liebsten das Buch beiseite geschoben hätte, weil es mir Angst machte.

Fazit

Dieser Thriller hat es in sich. Er ist nichts für schwache Nerven. Wer also dünnhautig ist, sollte dieses Buch eventuell nicht lesen, denn es ist verstörend und faszinierend zugleich, ohne Spannung zu verlieren. Er ist eine Leseerfahrung, die ich mitnehmen werde, denn das mich ein Thriller im Traum verfolgt, hatte ich bisher noch nie. Wer aber einen erstklassigen Thriller lesen will, der nicht aus Amerika kommt, sollte hier zugreifen.

★★★★★

Kommentare:

  1. Vielleicht habe ich mit Rabenmond einfach für mich das falsche Buch ergriffen. Wenn mir Feenlicht gefällt werde ich ihren anderen Büchern auch noch eine Chance geben, zumal sie mich, rein von der Kurzbeschreibung her, durchaus interessieren würden. Aber nach dem Reinfall mit Rabenmond war ich bisher nicht bereit mir nochmal eines der Bücher anzutun.

    Liebe Grüße,

    Anorielt

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  2. Hi,
    das Buch ist von der Sprache her nicht schwer. Aber wenn du auf Nummer sicher gehen willst kannst du dir ja die Cornelsenausgabe kaufen, da sind dann einige Vokabeln erklärt http://www.amazon.de/Cornelsen-Senior-English-Library-Annotationen/dp/3464360008/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1308492365&sr=8-2)

    Liebe Grüße,
    X

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  3. Nichts zu danken! Ja, das mit der Cornelsenausgabe wollte ich nur gesagt haben. Du kannst dir ja die ersten paar Seiten in der Amazonvorschau durchlesen und dann gucken ob du mit der Sprache klar kommst.
    Ich kann dich verstehen. Ich bin anfangs auch verzweifelt, aber mitlerweile gehts. Anfangs war halt das Problem, dass mir die ganzen Vokabeln gefehlt haben. Aber mit der Zeit lernt man dazu und ich notier mir die Sachen, die ich nicht verstehe, auf einen Schmierzettel und dann schau ich später nach.

    Ganz liebe Grüße,
    X

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  4. Das ist ja lieb, vielen Dank :) Der Post kommt gleich.

    Liebe Grüße

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  5. Hallo Sky! :)

    Ich möchte nicht lange um den heißen Brei herumreden... ;-) Darf ich deine Rezension zu "Sorry" verlinken? - Und zwar auf dieser Seite: https://bloggervernetzt.wordpress.com/about/
    Ist so eine Art Blogger-Rezensions-Netzwerk, das erst vor kurzem gegründet wurde (und einmal eine ganz große Sammlung werden soll) und als Mitglied gehe ich nun auf "Rezensionslink-Jagd".^^

    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

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  6. Bedeutet die Freischaltung also ein JA? ;)

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    1. Kam leider noch nicht dazu :) Aber gerne, bedient euch ruhig. Solange ihr nur verlinkt bin ich damit vollkommen einverstanden ;) Ihr könnt euch ja gerne auch in meinem Rezensionsindex oben umgucken, dort finden ihr alle Links zu den bisher erschienen Rezensionen.

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    2. Vielen Dank! ♥ Ich/unser Team freut sich sehr! :)
      Ich habe deinen Blog auf jeden Fall schon mal in meine Liste persönliche Liste aufgenommen und werde immer mal wieder vorbei schauen, ob ich eine deiner Rezensionen schon bei uns verlinken kann. (Wir sind natürlich erst im Aufbau und es wird eine Weile dauern, bis wir eine nennenswerte Anzahl an Büchern in unserem Pool haben, wo wir darunter Rezensionen verlinken können.)
      Jedefalls Danke für deine Unterstützung!

      Lieben Gruß ♥, Janine

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