Rezension: Die Alchemie der Unsterblichkeit von Kerstin Pflieger

30 August 2011 |

Zum Buch

Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 352
ISBN-13: 978-3442474837
Preis: 12,00 €

Willkommen unter den Übernatürlichen

Icherios Ceihn, ein Intellektueller, der am liebsten ein Studium der Medizin ergreifen möchte, arbeitet für „Kanzelley zur Inspektion unnatürlicher Begebenheiten“ in Karlsruhe um das Jahr 1771. Sein erster Auftrag verschlägt ihn dabei in den Schwarzwald in das „Dunkle Territorium“. Er soll eine brutale Mordserie aufklären und begegnet dabei nicht nur Ereignissen natürlichen Ursprungs. Sein aufgeklärter Verstand sieht sich mit Vampiren, Irrlichtern, Ghoule und anderen Wesen aus Gruselmärchen konfrontiert. In Dorffelde leben Werwölfe, Vampire und Menschen zusammen und die Spannungen zwischen den Fronten steigen mit jeder weiteren Leiche. Icherios muss schnell handeln und dem Tätern auf die Spur kommen, doch dabei muss er feststellen das er sich erst durch ein Netz aus Lügen, wie Verheimlichungen durchkämpfen bis er endlich den Schlüssel der Wahrheit finden kann. Doch nicht nur der Leben der Bewohner von Dorffelde steht auf den Spiel, auch sein eigenes scheint mit jeder neuen Begegnung immer mehr in Gefahr zu geraten. Eine Rückkehr nach Karlsruhe scheint immer unwahrscheinlicher.
Fantasy, Horror, Krimi, Thriller. Alles wird hier geboten und zu einer sehr interessanten Mischung verwoben. Kerstin Pflieger hat damit ein wirklich wundervolles Debüt geschrieben, welche Neugierde macht auf weitere Teile um den Inspektor Icherios Ceihn. Der Protagonist der Geschichte ist ein wenig skurril und gleichzeitig einen sympathisch aufgrund seiner Ängste und Gefühle gegenüber seiner Umwelt. Und nicht nur der Hauptcharakter überzeugt, auch die kleinen Nebencharaktere sind einen durchaus sympathisch und werden durch die neuen Intrigen wieder in ein anderes, teils fahlen, Licht geworfen, so dass man anfängt ihnen zu misstrauen. Der Plot bleibt dabei immer interessant und spannend. Die Elemente mit der Alchemie sind ein unterhaltsamer und für mich sehr interessanter Aspekt an der Geschichte und faszinierte mich. Daneben hat die Geschichte immer etwas von einer Horrormär und der ein oder andere Grusel ist zwischen Seiten zu finden. Der Fall birgt immer wieder Überraschungen, neue Erkenntnisse, die alles wieder verwerfen, so dass Icherios wieder bei null anfangen muss und alles wieder in einer Sackgasse endet. Als Leser fühlt man sich hilflos und planlos wie Icherios selbst und möchte auch einfach nur den Mörder endlich finden, damit alles aufhört. Doch man bleibt immer im Dunkeln und erst am Schluss ergibt alles einen Sinn. Diese ständige Unklarheit und Finsternis schlägt sich auch in der Atmosphäre des Buches wieder und rundet es insgesamt ab. Das undurchdringbare Netz der Dunkelheit scheint für einen fast greifbar!
Das Cover des Buches spiegelt das alles wunderbar wieder. Die Schattenoptik gefällt mir einfach gut und ist für mich auch ein Hingucker.

Fazit

Das Debüt von Kerstin Pflieger überzeugt auf ganzer Länge. Die Handlung, die Charaktere und das Setting passen perfekt und bilden zusammen einen spannenden Mix aus Fantasy, Horror und Krimi. Ich bin auf weitere Bücher rund um den Inspektor Icherios Ceihn gespannt und wie die Autorin sich noch entwickeln wird. Hier kann ich nur eins sagen: Kaufen und Lesen!

★★★★★

Kommentare:

  1. Hallo Sky,

    bin gespannt, ob ich nachdem lesen auch so empfinden werde wie Du.

    Das Cover bekommt schon mal klar Pluspunkte bei mir.

    LG..karin..

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  2. Hallo Sky,

    so habe das Buch jetzt auch gelesen und kann deiner Rezi und dem Fazit nur ein Lob aussprechen, denn so habe ich es auch empfunden.
    Wobei der Tod der Flurhüterfamilie schon recht helfig war oder?


    Es gibt sogar noch einen weiteren Teil dazu.

    LG..karin..

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