Rezension: Der Hund, die Krähe, das Om... und ich! von Susanne Fröhlich

16 Mai 2012 |

Zum Buch

Verlag: Gräfe und Unzer
Seiten: 160
Format: Gebunden
ISBN-13: 978-3833824982
Preis: 16,90 €

Yoga macht was mit dir

Susanne Fröhlich ist einst Ursula Karven begegnet, der heimlichen Yoga-Königin Deutschlands. Dass eine Begegnung des Moppel-Ichs und der Yoga-Queen natürlich nicht ohne Folgen blieb, war nicht überraschend. Was wiederum daraus entstanden ist, sehr wohl. Susanne Fröhlich wagt sich an Yoga und schildert ihre Erfahrungen in "Der Hund, die Krähe, das Om... und ich" und gibt Erläuterungen zu ihrem Yoga-Projekt. Drei Monate lang wollte sie Yoga eine Chance geben, ließ sich von Ursula Karven anfänglich unter die Arme greifen bis sie selbst auf "Hundefüße" stehen konnte.
Witzig beschreibt sie in Tagebuchmanier ihre ersten Zehenschritte auf der Yogamatte, von durchgeschwitzen Klamotten nach der ersten Yoga-Session, von Charitysonnengrüßen und über die Irrungen und Wirrungen der einzelnen Richtungen des Yogas.
Selbstironisch, aber auch kritisch, stellt sie sich ihrem kleinen Yoga-Experiment und stellt fest: "Yoga macht was mit dir". Ihre Kinder sehen sie verändert, sie hat ein anderes Befinden zu ihrer Umgebung und sich selbst und muss zugeben: Yoga ist genau ihr Ding. Es ist beruhigend, macht gelassener und fitter.
Dabei ist sie aber keinesfalls zu herorisch oder aufdringlich und wird nicht zur Yoga-Missionärin, auch wenn sie begeistert von ihrer neuen Leidenschaft erzählt. Für Leute, die gerade erst Yoga begonnen hat, ist es nämlich genau das richtige Buch. Unaufdringlich, irgendwie unprofessionell chaotisch, aber aufklärerisch in dem yogaischen Grundzügen, erläutert Frau Fröhlich in fröhlicher Manier bei was es eigentlich beim Yoga ankommt. Es geht um Körpergefühl und nicht nur um einen Sport. Es geht um Selbstfindung zum eigenen Körper und Verbesserung der Beweglichkeit.
Der ein oder andere Lacher ist auf jeden Fall herauszuholen und man lässt sich von den kleinen Erfolgen motivieren. Sie räumt mit Klischees über Yoga auf und macht deutlich: Yoga ist zwar kein Hochleistungssport, aber förderend oft weitaus mehr als man glaubt. Nach den ersten Yoga-Versuchen wird man nämlich schmerzlich heraufinden, dass der Körper mehr Muskeln besitzt, als man es vermutet. Yoga ist mehr wie Kunstturnen, zwar entspannend, aber auch auspowernd.
Aber was kann man jetzt direkt von dem Buch erwarten? Es ist weder ein Ratgeber, noch ein richtiger Erlebnisbericht. Es ist einfach ein witziges Tagebuch, mit groben Überblick über die Welt des Yoga, über die Kuriositäten dieser östlichen Art der Bewegung. Kritisch, selbstironisch und blank erzählte Erfahrungen als blutige Anfängerin in der Yoga-Welt. Wer hier die Yoga-Aufklärung schlichthin erwartet, ist mit diesen Buch nicht bedient. Aber für alle, die mit Yoga begonnen haben oder es beginnen wollen, eine Motivitationslektüre mit schönen Illustrationen, von einer Frau geschrieben, die es beherrscht Humor zu sich selbst und zum Yoga zu beweisen. 

Fazit

"Der Hund, die Krähe, das Om... und ich" ist eine motivierender Erfahrungsbericht über die Anfänge einer Yoga-Begeisterenden. Witzig, spritzig und einfach nur wunderschön persönlich unverkrampft. Lesenswert!


★★

Kommentare:

  1. Hallo Sky,

    wie bist Du, denn auf diese Autorin gekommen?
    Recht untypisch oder?

    Schönen Feiertag..Karin..

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    1. Ich bin über das kostenlose eBook bei Amazon gestolpert und hab mir gedacht: Ich probier es mal mit ihr. Vor allem da es hier um Yoga geht und ich (Mann und Yoga funktioniert!) damit angefangen habe.
      Runtergeladen, angelesen und festgebissen. Innerhalb eines Tages hab es dann durchgehabt :D
      So kommt man zu einer Frauenautorin.

      Dir auch einen schönen Feiertag!

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    2. Hallo Christian, abgesehen davon, dass Yoga ursprünglich eine ausschließlic Maennern vorbehaltene Weisheitslehre war, probier als Anfaenger doch mal: http://www.amazon.de/Schlampenyoga-oder-gehts-hier-Erleuchtung/dp/345360041X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1383422786&sr=8-1&keywords=schlampenyoga
      lg,
      xy

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  2. Hallo Sky,

    na das, ist doch mal eine Begründung die mir gefällt und mich so auch zum Schmunzeln bringt..

    LG..auch Dir noch einen schönen Feiertag mit und ohne Vater/Tag, oder auch wegen der Religion egal.

    Karin...

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