Produkttest: Trekstor Pyrus

13 Oktober 2012 |

Zum Reader

Maße (B x H x T): 16,7 cm x 12,35 cm x 0,9 cm
Gewicht: ca. 216 g
Bildschirm:  15.2 cm (6") Digital Ink® Display
Speicherplatz: 4 GB interner Speicher, erweiterbar mit microSD/ microSDHC-Speicherkarte
Unterstützte eBook-Formate: EPUB (support for Adobe® DRM) , FB2 , HTML , PDB , PDF (support for Adobe® DRM) , RTF , TXT  
Preis: 69,99 € bzw 59,99 €

Ein Reader für Puristen 

Auf den ersten Blick wirkt der eBook Reader Pyrus aus dem Hause Trekstor dem Kindle 4 sehr ähnlich. Einzig und allein die breitere Anordnung der Tasten im unteren Bereich des Readers scheint etwas abgeändert gegenüber seinen Konkurrenten. Doch dieser erste Eindruck täuscht. Gegenüber seinen Wettstreitern hat der Pyrus eine angenehme Oberfläche, leicht angeraut und griffig in der Hand liegend und bietet dadurch eine matte und angenehme Optik für das Auge. Verarbeitungstechnisch gut, überraschend flach und ohne störende Kanten hat er kein Etikett eines Billig Readers, obwohl er preislich unter den Anderen liegt. Auffälig sind dabei die links und rechts verteilten Navigationstasten, die gerade beim Lesen zum Tragen kommen. Egal ob Links- oder Rechtshänder, ein problemloses Lesen ist möglich ohne ständig die Hand wechseln zu müssen.
Das Schlichte im Design findet sich auch im gesamten eReader wieder. Die Menüführung ist einfach gestrickt, erklärt sich wie von selbst und kommt ohne viel Schnickschnack aus. Es wurde aufs Wesentliche reduziert und so ist der Umgang mit dem Gerät ein Kinderspiel. Sei es schon beim Aufspielen der Bücher oder beim Lesevorgang selbst.
Via USB, der mitgelieferten Suite oder aber auch Adobe Digital Editions wird der eReader mit eBooks bestückt. Es lässt sich wie mit einem MP3-Player vergleichen, der mit Hilfe eines Mediaplayers mit Dateien gefüttert wird. Wer es noch einfacher haben will, kann es sogar schlicht und einfach auf den Reader kopieren ohne jegliche Software in Anspruch nehmen zu müssen.
Sobald die digitalen Bücher auf dem Reader sind, kann es losgehen. Nach dem Einschalten wird die Bibliothek aktualisiert und man sieht direkt eine Übersicht mit dem zuletzt gelesenen Buch, den kürzlich gelesenen Büchern und auch eine kleine Vorschau der neu hinzugefügten. Gleich darunter befindet sich die Bibliothek, welches man mit dem Steuerkreuz öffnen kann und eine Liste mit allen eBooks wiedergibt.
Anzeigbar mit Covern oder schlicht als Liste, kann man die Bücher nach Titel, Autor, kürzlich gelesen oder neu hinzugefügt sortieren. Eine Einteilung in Kategorien kann nicht erstellt werden, es können nur einzelne Bücher als Favoriten markiert und in dieser Liste abgerufen werden. Wem das Suchen bei seiner Masse an eBooks zu viel ist, kann über die Suche einfach nach dem passenden Titel fahnden.

Nach dem Fund des passenden Romans geht's in die Offensive: Dem Lesen. Das eBook wird geöffnet und der Text kann eingestellt werden wie man will. Schriftgröße und Seitenränder sind anpassbar und lassen sich nach den eigenen Bedürfnissen ausrichten. Bei der Schrift von S - XXXL (sprich: von klein bis immens groß), bei den Seitenrändern in klein, mittel und groß. Die Schriftart wie der Zeilenabstand sind nicht änderbar, aber so gewählt, wie bei jedem durchschnittlichen Roman und führt zu keiner Beeinträchtigung.
Die Anzeigeprobleme von PDFs werden mit der Reflowfunktion gelöst. Das Reflow splittet die Texte angenehm und ohne größer erwähnbare Probleme in eine lesbare Optik ohne den Text zu zerreißen oder gar zu verstümmeln. Sie lassen sich fast, dank der Funktion, wie normale handelsübliche eBooks lesen. Gelesen werden können dabei alle Bücher in Quer- oder im Hochformat. 
Zudem speichert der eReader alle Stellen und Einstellungen eines jeden eBooks, an denen man aufgehört hat zu lesen von selbst. Auch mit Hilfe von Lesezeichen können vereinzelte Stellen markiert werden und Verlinkungen innerhalb des Textes sind nun benutzbar. Außerdem kann eine Auflistung aller Kapitel angezeigt und jedes einzelne ausgewählt werden.
Das angepriesene Digital-Ink-Display macht das Lesen angenehmer und weitaus weniger belastend für das Auge wie für den Akku das Gerätes. Durch dieses Display als Ablöse der TFT-Bildschirme, die Trekstor vorher verwendet hat, kann die Akkuleistung auf mehrere Wochen ausdehnt und gleichzeitig das Lesevergnügen vergrößert werden. Doch gegenüber seinen Konkurrenten schneidet der Digital Ink Display eher schlechter ab. Die Schrift wirkt blasser und hat weniger Kontraste als bei anderen eReadern, lässt sich aber klar lesen. Das Ghosting ist eher minimal und gering, so dass die Abdrücke des vorherigen Bildes fast oder nur sehr gering durchscheinen. Das Umblättern geht in diesem Zusammenhang zügig. Aber auch in diesen Bereichen sind die Konkurrenten einen Tick besser.
In Punkto Bedienbarkeit hat sich Trekstor massiv gesteigert. Die Tasten funktionieren auf jeden Druck und sind so positioniert, dass sich nichts überschneidet. Auch die jeweiligen Abhebungen sind perfekt gesetzt, um sich auch ohne detaillierten Blick auf den Reader, physisch am eBook Reader orientieren zu können.
Was dem eBook Reader völlig fehlt ist eine Übersetzungsfunktion für fremdsprachige Texte wie auch WLAN, kommt aber mit einen großen internen Speicher von 4GB daher.

Fazit

Der Trekstor Pyrus ist ein einfachgestrickter Reader, der sich auf das reduziert, wofür er produziert wird: Für das Lesen. Ein Reader, der mit wenig auskommt, aber seine Aufgabe als Lesegerät souverän meistert. Wer ein schlichten und günstigen eBook Reader sucht, ist hier an der richten Stelle. Alle, die mehr als nur Lesen wollen, sollten zu Konkurrenzprodukten greifen.

Anmerkungen

Der Trekstor Pyrus wird auch unter dem Namen "eBook Reader 4" bei Weltbild vertrieben und kostet dort nur 59,99 €.

1 Kommentar:

  1. Hallo Sky,

    klasse, sollte ich mir mal einen Reader zu legen, werde ich auf alle Fälle an diesen/Deinen Tipp denken.

    LG..karin...

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