Rezension: Rush of Love - Vereint von Abbi Glines

28 Juni 2014 |

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Originaltitel: Fallen too far
Verlag: Piper
Format: Taschenbuch
Seiten: 272
ISBN 978-3-492-30468-9
Preis: 8,99 €

Rush of Love-Reihe

3. Vereint

Anmerkung: nur für erwachsenes Publikum

Der Geschlechtsverkehr für die Ewigkeit

Sie haben sich für ewig versprochen. Rush hat seiner Blaire einen romantischen Heiratsantrag gestellt. Ein Baby ist in Anmarsch und das Glück scheint perfekt. Wäre da nicht Rushs Familie. Als Dean, Vater von Rush und Mitglied der bekannten Rockband, bei ihnen aufkreuzt, scheint ihr Glück zu wanken. Nan, die Schwester von Rush, weiß, wer ihr wirklicher Vater ist und macht ihnen die Hölle heiß. Denn ihr eigentlicher Vater ist ein Mitgleid der Band, zu der auch Dean angehört.
Rush muss sich entscheiden: Nan oder Blaire? Ihr Glück steht auf keinen guten Stern.

Tiefer will ich gar nicht in den Plot hinein, denn Abbi Glines ist eins gelungen: Ein Abschlussband, der seinen Vorgängern alle Ehre macht und mich endgültig überzeugt hat, welch literarische Katastrophe sie fabriziert hat.
Allen voran fängt es mit dem Drama an. Ganz viel Drama. Ganz viel sinnloses Drama. Denn es hört einfach nicht mehr auf. Nan möchte man gegen die Wand klatschen, Rush findet man auch einfach nur noch bescheiden. Blaire wiederum macht das, was sie immer tut. Wer die Vorgänger kennt, weiß, weiß ich meine. Konfliktsituationen sind ja nicht so ganz ihre Sache.
Die neuen Charaktere und Entwicklungen werfen für mich auch nur noch Fragen auf. Zwar hat es Abbi Glines es wieder geschafft, dass ihre Nebencharaktere interessanter sind, als die wirklichen Protagonisten, aber die Konstellationen lassen mich zweifeln, ob man in Amerika überhaupt Verhütung kennt. Vielleicht weiß man einfach keiner wie man ein Kondom benutzt, vielleicht kennt es auch einfach keiner. Ich weiß es nicht! Die Pille wird ja eh seltenst bis gar nicht in der ganzen Trilogie erwähnt. Bitte nehmt euch echt da kein Vorbild. Wenn ich daran denke, wenn wir lauter Rush-Babys haben könnten. Oh Gott!!!
Darauf folgt noch mehr Drama und noch viel sinnloser Schwachsinn. Das eigene Hirn hat sich dann auch schon verabschiedet und sagt gar nichts mehr. Schutzreflex, um das eigene Leben zu gewährleisten. Man kann es ihm nicht verdenken, denn was aus dem Charakteren wird, ist nicht mehr ansehbar.
Rush benimmt sich wie ein Urzeitmensch, sehr besitzergreifend. Lustigerweise sieht er das selbst ein, ändert es aber nicht. Stehen da Frauen drauf? Meine Ische, nix da! Für mich wirkt er zeitweise schon krankhaft fürsorglich. Schon amüsant, dass er am Anfang ein Arschloch war und jetzt ein Miesekätzchen. Ein furchtbar nerviges Miesekätzchen. Mit Beschützerinstinkt. Eigentlich wäre er auch ein guter Gestörter, der seine Frau daheim eingesperrt und schreit: "Du bist mein! Für immer!"
Tja und weil er so mega heiß ist, schaffen es natürlich die beiden Leute auch im dritten Band nicht, die Finger voneinander zu lassen. Besser gesagt, teilweise hören sie gar nicht mehr auf. An manchen Stellen kann man glaub ich von Nymphomanie sprechen, ich bin aber kein Psychologe. Fakt ist, es passiert SEHR SEHR OFT. Und überall, in jeder Form, in jeglichen Moment. Da stellt sich schon die Frage, ob die auch mal miteinander reden oder stöhnen die sich bloß an?
Ja, selbst der Schreibstil wird noch schlimmer. Wiederholungen über Wiederholungen. Nicht ein interessanter Satz und die Dialoge verkommen zum Kitsch. Vieles verkommt zum Kitsch. Eigentlich trifft der Schmalz aus diesem Roman, dass einem schlecht werden kann. Das ist nicht mehr gesundes Maß, dass ist einfach nur schlechter als Soapniveau. Jede Seifenoper schafft mehr überzeugende Dynamik, als das, was einem dort geboten wird.
Und dann wäre da noch das Ende. Ich konnte nicht anders denken: Sie baut jetzt also für das Spin-Off auf und dann ist es einfach vorbei. Zack, Ende. Wie jetzt? Das soll es gewesen sein? Ernsthaft? Egal, ich bin einfach froh, dass ich die Sache beendet habe. PUNKT! Mehr Worte folgen nicht mehr. Mir ist mittlerweile auch egal, dass das keine Rezension mehr ist. Ich mag nicht mehr. Aus, Schluss, vorbei. Abbi Glines, NIE WIEDER!

Fazit

Der letzte Band der "Rush of Love"-Reihe ist eine absolute Katastrophe. Die Kitschskala wird gesprengt und man möchte sich mehrfach davon erbrechen, schreiend davonlaufen oder einfach nur den Schädel einschlagen. In mir war die Hoffnung, sie schafft es vielleicht noch IRGENDETWAS in diese Geschichte zu bringen. Niveau oder was auch immer. Nein... es geht nur bergab. Einfach immer weiter bergab. Wieso nur? Mein Gott, aus der Grundidee hätte man eventuell sogar was machen können. Egal, Hoffnung hilft hier auch nicht mehr. Lasst es einfach bleiben. LASST ES! Begeht nicht den selben Fehler.
Und will meine gestrobenen Hirnzellen zurück. Bitte!

★☆☆☆☆

Kommentare:

  1. Wow tolle Rezi ♥ aber es ist sehr schade, dass dir das Buch ja nicht gefallen hat...ich wollte es auch nochmal lesen, aber vielleicht überlege ich es mir jetzt nochmal
    LG Anna ♥

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  2. Hahahaha, ich lieeebe die Rezis von dir zu den Büchern. :D

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