Public Reading Oder: Lesen in der Öffentlichkeit

21 Februar 2015 |
Lesen geht ja bekanntlich überall. Auf dem Sofa, im Bett, in Bahn, Bus, Zug oder mit durchhängenden Pobacken auf des Königs liebsten Thron. Beim Geschlechtsverkehr (hat mein Mathelehrer gesagt... lange Geschichte, wollt ihr nicht wissen, wollte ich nämlich auch nicht wissen) und überall, wo man es sich noch vorstellen kann. Ja, sogar auf dem Mond. Okay, mit der Gravitation vielleicht etwas schwierig, wenn dir das Buch aus den Fingern flutscht...
Es braucht ja auch nicht wirklich viel dafür. Ein Buch, Augen - für die Sehgestörten eine Brille (stilecht für das Leserklischee!) oder Monokell für den echten Gentlemen - und dann kann es eigentlich schon losgehen. Fähigkeit zum Lesen mal eingeschlossen, wobei... da darf man manchmal zweifeln, wenn man sich mal im Alltag umsieht.

Ich bin ein Leser!

"Was steht da?", fragte da mal eine jüngere Frau laut heraus, nicht die Oma mit Gehpanzer daneben, sondern nicht älter als 20. Sollte ja eigentlich sehen können...
"Weiß nicht... Kann es nicht lesen!", meinte dazu der Laufbursche in Lederjacke und hochgetrimmter Friese. Sie stehen vor einer Karte mit Zugverbindungen. Was soll man da bitteschön nicht lesen können?
Die Oma lachte sich darüber tot und zeigt mit ihrem faltigen Finger demonstrativ auf einen Punkt. "Den müssen Sie nehmen!" Die hat's eben drauf! Da gucken auch die zwei Laufpudel verwundert.
Lesen will gelernt sein, liebe Kinder! Wenn man "Organismus" statt "Orgasmus" liest, kann es schnell zu Missverständnissen der prekären Art kommen. (Hand hoch, wer hatte einen Freud'schen Verleser?) Da hat man zu was zugesagt, was man gar nicht will oder stolpert in etwas glücklichers Hinein oder auch nicht. Je nach Qualität des Bettes. Je nachdem wie man es sehen will...
Wie auch immer...
Ich bin öffentlicher Leser, spaziere mit meinem E-Book-Reader (manchmal auch so ein richtiges Buch. Zum Antatschen!) durch die Welt und als Pendler und geduldiger Bahnreisender mit stahlharten Nerven muss man eben durch die ein oder andere sehr ätzende Situation. Beispielsweise wenn wieder mal irgendetetwas in die Gleise (und wenn es bloß eine Schneeflocke ist!) gestolpert ist und dann mit anderen genervten Reisenden, den Schal umschlungen, dort rumstehe und begierig warte, dass der Zug einfährt. Die Bahnapp gecheckt und festsgestellt, dauert wieder länger, greife ich in die Tasche und hole meinen kleinen Schatz heraus. Man kann von den Dingern (E-Book-Reader, falls das nicht verstanden wudre) halten, was man will. Da passt was drauf und wer schleppt schon gerne 1000 Seiten Wälzer durch die Gegend und bricht sich beim Heben auch noch die Handgelenke? Kommt mir jetzt nicht mit Bizepstraining und "static positions"! Die übervolle Tasche mit eh zu viel Kram und Uniblätter ist eh immer zu klein, da kann so ein Teil wirklich was bringen. Rückenschmerzen krieg ich auch oft genug so.. Bei drei Gesetzestextsammlungen ist das ja auch kein Wunder!

Öffentlicher Leser? Ein Mysterium!

Erste misstrauische Blicke von der Seite und ein schweifender Blick in die Menge zeigt mir wieder das übliche Bild. Menschen, die an ihrem Smartphone kleben und der Farbgebung des Bildschirms nach ist es keine Readerapp auf die sie zurückgreifen, sondern Facebook, Twitter und Co. Neben mir knipst sich gerade eine mit Schmollmundlippen für Instagram fit. Ich glaube es ist Versuch 10, um darunter zu schreiben. #bahn#verspätung#shit#lame#waitingforpaying#instabitch
Ohne Leerzeichen natürlich, so wie es sich gehört. Hat ihr jemand schon gesagt, dass sie dadurch unglaublich hässlich und dämlich wirkt? Ist hier vielleicht noch jemand mit Buch? Vielleicht...?, denke ich ganz heimlich und schaue von meinem Reader weiter. Nein, nicht wirklich. Da ist zwar ein Tablet eines Anzugsträgers offen, aber da sehe ich schon wieder Grafiken, die ich aus meinem Studium kenne und jetzt wirklich nicht sehen will. Ist das eine Excel-Tabelle? Oh Gott! Ich bin gerade aus der Vorlesung, da brauch ich den Schwachsinn nicht auch noch außerhalb!
Public Reading ist wirklich eher ein seltenes Phänomen. Nicht zu Verwechseln mit Public Viewing, da geht es um Leichen (wer mir nicht glaubt, guckt in ein englisches Wörterbuch. Die zwei Wörter haben mehr Bedeutungen, als euch lieb ist). In der Öffentlichkeit lesen eher so eine Sache, die für manche befremdlich wirkt. Und vor allem, wenn das ein Typ einfach mal so auf den Bahnsteig macht, während zig gestresste Menschen an ihm vorbeilaufen. Nicht umsonst gibt es mittlerweile eigene Instagram-Account über die selten lesende männliche Spezies! Der übervolle Bahnsteig, der fast zerbricht unter der ganzen Last der McDonaldstütenvertilger, hat eben halt alles. Aber selten Leute, die wirklich lesen... Glaubt mir, da kommt die ein oder andere lustige Geschichte zustande, die ich euch mal erzählen will. Denn, ich lese einfach überall... und der ein oder andere tut das ja auch. Manchmal schleichen sie nämlich heraus, die anderen kleinen Leserlein.

Öder Bahntalk oder Bücher wälzen?

Ich frag mich ja immer wieder, was man sonst tun soll: Smalltalk führen? Hab ich manchmal nicht Lust drauf und da drängt sich die Bahnverspätung so auf... nein, kein schöner Themenstart. Wie wird da schon der Dialog werden?

Theatralisches Stöhnen. "Hach, die Bahn... immer wieder schlimm. Finden Sie nicht?"
"Hmm, ja... doch. Schon die siebte Verspätung diese Woche."
"Wirklich so schlimm bei Ihnen?"
"Leider und es wird nicht besser. Ich hab das jetzt das dritte Mal diese Woche und..." Da redet sie sich schon in Rage.

ENDE 

Für den One-Night-Stand nicht unbedingt das Sprungbrett zum Erfolg. Für weitere Momente gleich dreimal nicht. Muss man schon Glück haben, dass man von dem ekeligen Thema weg kommt. Außer es gibt Leute mit Zugfetisch. Stattdessen Löcher in die Luft gucken? Kann langeweilig werden. Ins Handy staaren? Bin ich nicht besser, als Mrs. Instagram... Sie postet wieder. #instamodel Oh Gott! Mach ich zwar manchmal auch, also das Smartphone zombiemäßig angucken, wenn mir jemand geschrieben hat oder ich wieder meckern muss, aber eben nicht die ganze Zugfahrt durch.
Da lese ich lieber und bin für andere Menschen um mich herum komisch. Auch wenn mich das ein oder andere Mädchen voll uncool ansieht, als würde ich mit Schottenrock am Bahngleis stehen. Und da weht der Wind: FREE WILLY! Marilyn Monroe müsste einpacken!
Warum ist nur öffentliches Lesen mittlerweile so selten geworden? Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand junges, dynamisches (gerne auch attraktiv) sich in mein Zugabteil setzt und erstmal einen Wälzer auspackt. Oder eben einen E-Book-Reader wie ich... Und Lesen ist gleich das bessere Thema zum Smalltalk, als die blöde Bahn. Warum tun es dann Leute einfach nicht? Und wenn die Umgebung nervt, hat man gleich ein kostenloses Schutzschild und kann sich wegbeamen. Besser geht es doch nicht! Außerdem hält das amüsanterweise Plätze frei... man hat gleich diese Ausstrahlung, dass man nicht gestört werden will! Und es funktioniert! Man hat dann seine Ruhe vor den anderen Leuten nach einem langen, anstrengenden Tag, wo nur noch das Bett, der Kaffee und das Essen wartet.
Ich bin gerne öffentlicher Leser und stehe dazu!

Kommentare:

  1. Ich weiß grade schon garnichts mehr. Wo kommst du denn her?
    Bei uns ist alle 2 Meter jemand der mit so einem Ding in der Gegend rumsteht und liest. Ob Buch oder eReader, das ist bei uns nun wirklich nicht selten!
    Und komisch angeguckt deswegen wurde ich noch nie, egal wo. Viel mehr sind die Leute daran interessiert, um welches Buch es sich handelt :)
    Irgendwie tut es mir ja schon leid was bei euch so los ist...
    Meine Wenigkeit übrigens redet von Hessen. Mittendrin.

    Liebste Grüße :*

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    1. Wäre echt einmal interessant zu wissen, ob das so ein regionales Problem ist?
      Leider sehe ich das nicht so oft. Klar, gibt natürlich auch welche, aber die meisten kleben an ihrem Handy oder sowas! Nach meiner Lektüre wurde ich bisher noch kein einziges Mal gefragt... gut, liegt wohl am Reader :D

      Bin hier in Bayern. Besser gesagt, Franken! :)

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    2. Ich kann das auch nicht bestätigen, dass ich komisch angesehen werde, wenn ich Buch oder Reader auspacke. Klar ist der Anteil der Lesenden in einem vollen Zug eher gering, aber mir begegnen trotzdem recht oft Leser, wenn ich durch die Abteile gehe :D

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  2. Guten Morgen,
    Kann das leider nicht vollkommen bestätigen.
    Klar wenn ich morgens früh zur Arbeit fahre und da ne Horde Schulkinder mit am Gleis steht, dann schauen die tatsächlich eher komisch wenn da plötzlich einer ein Buch aus der Tasche holt.
    Aber auf meiner Zugstrecke sehe ich wirklich sehr häufig andere mit Buch oder Reader die lesen. Gerade bei Reader bin ich dann oft doch sehr neugierig was da gerade gelesen wird. Meistens möchte ich aber morgens um halb acht wenn ich noch fast schlafe meine Ruhe und bin nicht auf ein Gespräch eingestimmt um dann zu fragen, was gelesen wird.
    Letzte Woche als ich morgens aus dem Zug aussteigen wollte, hab ich in meinem Umkreis sogar zählen können welches Ereader Modell am häufigsten vertreten war. In meinem Umkreis saßen um die 5-6 Leute mit Buch oder Reader.
    Ja es wird mit Sicherheit weniger, aber das liegt eventuell auch an der Uhrzeit, wie voll die Bahn ist oder wie alt die Leute im Zug sind...

    Liebe Grüße
    Chrissi

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    1. Hmm... könnte natürlich daran liegen. Fahr teilweise zu Zeiten mit dem Zug, die nicht dem normalen Rhythmus entsprechen. Manchmal sehr spät oder eben sehr früh. In der früh ist ja eh meistens Totenstille :D Da verstehe ich ja, wenn man ncoh pennt und nicht liest.

      Man müsste das mal statistisch betrachten...

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  3. Hallöchen Sky,
    also ich muss sagen, dass ich glaube, dass du in der falschen Stadt lebst! :D Ich fahre jeden Tag mit der Straßenbahn eine halbe Stunde zur Arbeit und eine halbe Stunde eben wieder nach Hause und da ist immer mindestens eine Person, abgesehen von mir, die liest, meist sind es aber mehr. Oftmals freue ich mich innerlich diebisch, wenn gerade Erwachsene bzw. ältere Leute auf Ereadern lesen. Neulich hae ich sogar bei uns im Altenheim eine Dame kennengelernt, die ganz genüßlich auf ihrem Ereader gelesen hat! Herrlich. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es inn Bremen recht viele Leser gibt. Am witzigsten inde ich es immer, wenn der Mensch neben mir unauffällig versucht bei mir mit zu lesen. Ich liebe diese Stadt.

    Liebst, Lotta

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    1. Das mit alten Damen und Herren, die mit auf dem Reader lese, find ich manchmal einfach so genial! Wenn sich dann ältere Leute noch für solche Medien begeistern können, ist es einfach schön :)

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  4. Ich lese auch überall wo ich kann und hab so ziemlich immer ein Buch in der Tasche. Den Ebook-Reader eher weniger, weil ich auch ganz gerne mal Sorge habe, den in meiner Tasche zu erquetschen. Während meines Studipraktikums hab ich auch viel im öffentlichen Verkehr gelesen und allzu oft sieht man das nicht. Die meisten kleben wirklich an ihrem Handy fest, statt ein Buch zu lesen. Komisch angeschaut wurde ich nicht, zumindest ist mir das nicht aufgefallen ;D Ich bekomme ohnehin wenig mit, wenn ich lese^^

    Was mich leider etwas stört ist, dass man meist nicht so viel Zeit hat und nur 10 Minuten bis 20 Minuten am Stück lesen kann, je nachdem wie lange der Bahnaufenthalt gerade ist. Da fand ich Hörbücher noch angenehmer, weil ich die auch im Gehen hören kann und den kompletten Weg zur Arbeit abdecken konnte.

    Die andere Sache die mir enorm auf den Senkel geht (also vor allem an der Uni damals), wenn mich jemand beim Lesen unterbrochen hat, nur um mich zu fragen, was ich da lese. 1) Es steht auf dem Buchrücken, den man unschwer erkennen kann, während ich lese. 2) Kennt diese Person zu 99% das Buch ohnehin nicht und kann sich dementsprechend außer "Wie ist es denn?" nicht allzu viel mit mir darüber austauschen. 3) Wenn ich mich unterhalten wolle würde, würde ich nicht lesen.

    Also während ich lese, will ich eher meine Ruhe haben, muss ich sagen :D

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Dafür hat man doch eine Schutzhülle. Da passiert dem Reader doch nichts!

      Tina, es waren insgeheim Flirtversuche deiner Mitstudenten :D

      Na gut... wenn ich lese, möchte ich auch nicht so wirklich gestört werden. Kann es dann auch nicht leiden, wenn da jemand daherkommt mit: "Ach, was liest du da? Worum geht es da?" Andererseits ist es immer noch ein schöner Gesprächseinstieg ;)

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  5. Sehr unterhaltsamer Post! :D Aber bei uns ist das auch eher so, dass die Mehrheit mit Buch oder E-reader im Zug anzutreffen ist :D Mir ist es einmal vorgekommen, dass ich meine Lektüre für die Bahn vergessen habe und als ich mich umgeschaut habe, nur Leute mit Büchern um mich herum wiederfand. Der Neid war vorprogrammiert :D.

    Liebe Grüße,
    Karin

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    1. Mir ist das nur einmal passiert und da dachte ich mir, ich bin im Leserabteil gelandet :D War aber eben ein Einzelfall. Sonst bin ich da eher so die einsame Minderheit.

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  6. Bei uns lesen auch ganz viele in der Straßenbahn oder im Zug. E-Reader sehe ich auch immer öfter und ich habe meinen eigenen fast immer dabei. Allerdings nervt es mich auch manchmal, dass ich nach ein paar Minuten wieder aufhören muss, und zwar meistens genau dann, wenn es so richtig spannend wird.

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    1. Das ist dann immer sehr ärgerlich. Da wünscht man sich doch, dass die Fahrt noch ein bisschen dauert!

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  7. Kling ganz nach einem Umzugsgrund, damit du dann bei Instagram posten kannst #socialreading #ebooknerdsüberall :D In meiner morgendlichen Bahn waren wir einmal sage und schreibe FÜNF E-Book-Leser. Ich hätte am liebsten gefragt, was sie so lesen alle und ob wir uns nicht mal zum gemeinsamen Lesen treffen wollen XD Ne quatsch, ich lese auch immer morgens in der Bahn und wenn ich nicht zu Schulbahnzeiten fahre (die Schulkinder schauen dann genau wie von dir beschrieben "wie -die liest FREIWILLIG? VOR DER SCHULE??? OMG!!!") sind immer noch ein paar andere Leser dabei. Meist Frauen mit Wälzern oder ältere Frauen mit Readern (man glaubt es kaum) und Männer mit Readern.
    Also - Augen auf bei der Städtewahl :P

    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Meinen nächsten Wohnort suche ich dann also nach der Dichte der Leser! :D Dann kann ja nichts mehr schief gehen und ich bin dann in meinem eigenen kleinen Paradies. Fehlt nur noch der passende Musicalsong!
      Ach... wieso nicht. Bisschen Dirty Büchertalk darf doch sein ;) Ein flotter Sechser im Bücherkreis xD Aber ja... gerade Schüler gucken einen an, als wäre man ein Alien. Schade um die Jugend... Liest leider wirklich nicht mehr so wie es mal war! Die werden das schon noch verstehen lernen! Hoffe ich...

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  8. Kann mich ebenfalls nicht beklagen. Die Smartphone Lemmings sind zwar in der Überzahl, aber ich finde einige lesende Mitreisende. Hab sogar jetzt eine eigene Kategorie auf meinem Blog, wo ich Bücher sammle, die unterwegs gelesen werden und vielleicht kleine Anekdoten dazu. Statt zu schimpfen, über die die nicht lesen, freue ich mich lieber an denen, die kaum habe ich mein Buch gezückt, ihre Tasche öffnen und selbst ein Buch hevor zaubern. Ich erlebe das immer häufiger, dass das wie ein Waldbrand ist. Manchmal sitzt das ganze Abteil da und liest. Komisch angeguckt werde ich auch nie. Die Leute linsen höchstens Mal auf den Titel und wenn sie ihn dann gelesen haben, wird befriedrigt genickt. Sehr angenehm.

    Im Übrigen rede ich von Bahnstrecken aus dem (im Moment regnerischen) Ruhrgebiet in NRW.

    LG
    Ina

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    1. Smartphone Lemmings :D Wie genial ist denn das! Das merk ich mir.
      Ich freue mich auch immer wieder über welche, die lesen. Schimpfen würde ich das von mir auch nicht nennen, eher ein wenig bedauern.

      Ich überlege gerade schon eine Studie anzulegen! Lesegewohnheiten anhand von Bahnstrecken. :D

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  9. Wenn ich Pendler wäre, würde ich meinen Reader definitiv auch mehr nutzen, anstatt ihn in der Ecke verstauben zu lassen! Ich spreche da aus Erfahrung, dass Bücher mit 400+ Seiten in seiner Tasche rumschleppen wirklich keinen Spaß macht - und das beste, WENN ich was dabei habe, dann brauch ichs natürlich nicht. Richtige Physik ist das.

    In Wien sehe ich aber doch hin und wieder die geschwächte Reader-Front, wenn auch traurig in der Unterzahl gegenüber der Smartphone-Armee. Schuldig im Sinne der Anklage: ich mach das auch, in Form von Blogs lesen! Wenn ich mit Freunden unterwegs bin geht aber nichts über ein nettes Pläuschchen :)

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    1. Es ist ein ein Segen! Der knickt dann auch nicht ein oder wird dreckig wie es Bücher gerne mal werden und sowas. Und manchmal schleppt man es dann doch unnötig rum :D

      Na gut... Ich mach das ja auch :D Auch zum Blogs lesen oder eben mal die Nachrichtenseiten abklappern oder sowas. Aber gerade die Selfiemonster, die sich halt in jeglicher Pose knipsen... nein, also das muss nicht sein.
      Na, bei Zugbegleitung laber ich natürlich auch ;)

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  10. So, ich muss wirklich anfangen nicht nur Beiträge zu lesen sondern auch wieder mit zu quatschen..

    Ich muss mich jetzt erst mal vom grinsen erholen, denn du hast es doch ziemlich auf den Punkt gebracht! Ich komme aus Zürich und ich fahre zu unterschiedlichen Zeiten mit Bus, Tram oder Bahn. Und ich seh das wie du, die meisten, vor allem die jungen glotzen überwiegend in ihr Smartphon. Gamen, knipsen Bilder für FB oder wie gesagt Instagram, Duckface sind übrigens out!! Jetzt ist das Überraschungsgesicht Inn, echt jetzt!!

    Aber wie gesagt... zurück zum Thema, es ist wirklich selten das man mal wen sieht der oder die ein buch in Händen hält, oder einen Reader. Allenfalls wird noch die Tageszeitung überflogen, das wars. Ich könnte die ehrlicherweise nicht mal sagen wann ich das letzte mal jemand in einem Buch lesen hab sehen... ist schon ne Weile her.

    Es scheint als das in Zürich die Menschen echt keine Zeit mehr haben unterwegs was zu lesen. Und doch, angeguckt wird man manchmal schon komisch... Da sieht man die Gedankenrädchen rattern... "Hat die etwa kein Handy?"

    Ich lese gerne auf dem Weg zur Arbeit... Egal ob Buch zum antatschen oder eben ein eBook. Da kann man nur hoffen das einige von den Smartphonbesitzern denoch ab und an ein Buch oder eBook zur Hand nicht und sich so entspannen kann. Oder halt anders...

    Ach ja, den Account mit den männlichen Lesern unterwegs hab ich auch abonniert! Find die Bilder immer wieder toll!

    Liebe Grüsse
    Alex ;)

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    1. Wie? Ich dachte man knipst sich jetzt doch viel lieber im Fitnessstudio beim Pumpen! :D

      Doch Tageszeitungleser sehe ich öfter mal... Ist leider dann auch eher mehr ein kurzes Durchblättern, als wirkliches Lesen.

      So in etwa :D Gut, ich bin dann meistens noch zugestöpselt mit Musik, man sieht also, ich hab mein Handy dabei, aber trotzdem hat man dann öfter diesen Blick: Hat der sonst nix zu tun?

      Freut mich, dass dir mein Linktipp gefallen hat. :)

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